Im Park vor der Uni
Die Tanne tannt mit allem drumherum,
das Fahrzeug zeugt, zieht Autos mit am Schnürchen,
vom Stadtverkehr und unten Gabelung
und ein Artesisprudel gießt Kontinuum
in diese Zeit, es tickt ein selbstgemachtes
Päuschen am Viertelrand, wo Dunkel in Empfang
das Dunkle nimmt: die Abenddämmerung.
Der Trafik ums Quartier »Pomostului«
zieht eng sein Lasso, schwingt sich auf Asphalt
mit gleichgültiger Selbstverständlichkeit
im Licht entlang und bringt noch weiter Licht
in Weihnachtskettenschwung, Dynamisches
in Richtung Gabelung. Die Menschen nutzen
das zur Verfügung stehende Produkt
aus Forschungsdrang und reichen Bodenschätzen.
Minenschächte und die Feuer ruhn.
Doch sollen Arbeit und die dunkle Nacht
nicht abpaktiern, es sollten – gerecht verteilte
Ressourcen sein. Es kamen kleine Hunde.
Der Mensch verkerbt sich in den Berg hinein,
ein Puddler schaut dem eisern zu und starr
und stark sind neue Materialien: Licht
und Träume von Konsum. Und Träume von
Orthodoxie – sie liegen alt herum.
In Calacea-Dorf
Es rief »Heran!« und fiel herab,
gereift, gefüllt, Belag gemacht,
die Zwetschge glänzt gewischt und glatt,
die Pelle platzt, die Süße hat
das Säuerliche weggedrängt.
Die raue Haut vom Rest, vom Kern
blinkt rosa, grau im Gras, gebleicht,
ein Weg führt in die Au hinab,
dahinter wieder -auf.
Und hinter jenem frischen Haus,
das, grün mit Ziegelrot gebaut,
ins Auge haut, am Hügelhang,
im Räucherduft vom Kohlerauch,
wohnt niemand, alle sind im Keller kalt
und duften mit dem Sauerkraut.
Ein Ruf am Tor, man ahnt den Gang
vom Siestabett, den Flur entlang,
Veranden ziehn sich lang, und bald
erscheint ein Kopf am Zaun.
Sie rief »Heran!«. Sie fiel herab,
gereift, gefüllt, Belag gemacht,
die Zwetschge glänzt gewischt und glatt,
die Pelle platzt, die Süße hat
das Säuerliche weggemacht,
die raue Haut vom Rest, vom Kern
blinkt rosa, grau im Gras, gebleicht,
ein Weg führt in die Au hinab,
dahinter wieder -auf.
Und hinter jenem frischen Haus,
das, grün mit Ziegelrot gebaut,
ins Auge haut, am Hügelhang,
im Raucherduft vom Kohlerauch,
wohnt niemand, alle sind im Keller kalt
und duften mit dem Sauerkraut.
Ein Ruf am Tor, man ahnt den Gang
vom Siestabett, den Flur entlang,
Veranden ziehn sich lang, und bald
erscheint ein Kopf am Zaun.
Ein Bub in Temeswar
(gewidmet Alex Miclea)
Es war einmal in Temeswar
ein Bub ganz dürr und lang,
der hatte enge Hosen an,
wie eine Bohnenstang.
Die Hose platzte bald entzwei
spazierend um den Block,
er brachte sie zur Schneiderin,
daraus entstand ein Rock.
Der Rock gefiel dem Bub so gut,
man sah ihn schlendern gehn,
doch waren da zwei böse Jungs,
die fanden das nicht schön.
Drum schlugen sie ganz grob den Bub,
er musste ins Spital,
die nähten alle Wunden zu,
zum Glück war alles dran.
Der Bub verklagte rasch die zwei,
die hatten sich verschätzt,
sie glaubten wohl, dass Angst nur lähmt,
Geprügelte verletzt.
Sie haben ihre Strafe jetzt
und sitzen sie noch ab,
der Bub, der trägt den Rock, er legt
ihn nimmer wieder ab.