Elazar Benyoëtz

E-Mail: benyoetz@gmail.com

Elazar Benyoëtz wurde 1937 als Paul Koppel in Wiener Neustadt geboren. Der Sohn österreichischer Juden gelangte mit seiner Familie 1939 nach Palästina und ist in Tel Aviv aufgewachsen. Seit mehr als fünfzig Jahren lebt er in Jerusalem. 1959 hat er das Rabbinerexamen abgelegt. Zwischen 1964 und 1968 wohnte Benyoëtz in Berlin, wo er die Bibliographia Judaica gründete, eine einzigartige Dokumentation deutsch-jüdischer Literatur und Geistesgeschichte. Seine ersten Gedichtbände schrieb er auf Hebräisch, seine Essays und Aphorismenbände (seit 1969) sind fast ausschließlich in deutscher Sprache erschienen. Das literarische Gesamtwerk umfasst mehr als sechzig selbständige Bücher. Ihr Hauptthema ist neben philosophischen und religiösen Fragen oft die Sprache selbst. 

Benyoëtz ist seit 2003 korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und hat zahlreiche angesehene Literaturpreise erhalten, darunter den Adelbert-von-Chamisso-Preis (1988) und den Joseph-Breitbach-Preis (2002). Für seine Verdienste um die deutsche Sprache wurde er 1997 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die jüngste Publikation von Benyoëtz trägt den Titel Ich bin der Sprache Werk und ZeugeAphorismen und Selbstzeugnisse. Hg. und eingeleitet von Friedemann Spicker. Unter Mitarbeit von Angelika Spicker-Wendt (Würzburg 2025, Verlag Königshausen & Neumann).