https://doi.org/10.82486/sp.2025.10.351

Aus dem IKGS 1/2025

Berichtszeitraum: September 2024 – Februar 2025 

Seminar: Kodierte Inspiration oder kollektive Imitation? Large Language Models zwischen Kunst und Intelligenz 

IKGS-Direktor Dr. Florian Kührer-Wielach und IKGS-Mitarbeiterin Dr. Enikő Dácz hielten im Wintersemester 2024/25 am Institut für Deutsch als Fremdsprache er Ludwig-Maximilians-Universität München ein Seminar zum Thema Kodierte Inspiration oder kollektive Imitation? Large Language Models zwischen Kunst und Intelligenz

Lehrveranstaltung: Stadtgeschichte im östlichen Europa 

IKGS-Mitarbeiter PD Dr. Tobias Weger hielt im Wintersemester 2024/25 an der Ludwig-Maximilians-Universität München eine Übung zum Thema Stadtgeschichte im östlichen Europa

Vortrag: Kontinuitätskonstruktionen in der rumänischen National- und Kirchengeschichte 

Im Rahmen der Tagung Die Anfänge des Christentums in Rumänien. Archäologische Spuren, Historiographie und Hagiographie hielt IKGS-Mitarbeiter PD Dr. Tobias Weger am 17. September 2024 einen Vortrag zum Thema Kontinuitätskonstruktionen in der rumänischen National- und Kirchengeschichte. Die Tagung wurde organisiert von der Universität Erfurt, der Christian-Albrechts-Universität Kiel, dem Arbeitskreis für siebenbürgische Landeskunde Hermannstadt, der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau, der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Departement für historische biblische Theologie und Philologie der Fakultät für orthodoxe Theologie an der Universität Bukarest. 

Vortrag: Der Wirkungskreis und die Netzwerke deutschsprachiger literarischer Akteure aus Rumänien in den 1930er- und 1940er-Jahren 

Am VII. Kongress des Mitteleuropäischen Germanistenverbandes (MGV), der im September 2024 in Bukarest stattfand, stellte IKGS-Mitarbeiterin Dr. Enikő Dácz ihr Forschungsprojekt vor, das ausgewählte, aus Siebenbürgen stammende Literaten in den Fokus rückt und sie als Teil dynamischer transnationaler Netzwerke betrachtet, um literarische, literaturwissenschaftliche bzw. kulturpolitische Diskurse untersuchen zu können. 

Vortrag: Von Marken und Menschen. Wo die Mitte an ihre Grenzen stößt 

Im Rahmen der Klausur des Doktoratskollegs Austrian Studies der Universität Innsbruck hielt IKGS-Direktor Dr. Florian Kührer-Wielach am 26. September 2024 in Maria Waldrast einen Vortrag mit dem Titel Von Marken und Menschen. Wo die Mitte an ihre Grenzen stößt. Die Klausur, die vom Doktoratskolleg in Zusammenarbeit mit Kolleg:innen der Slowakischen Akademie der Wissenschaften organisiert wurde, widmete sich dem Thema Paradox (Mittel-)Europa inklusive/exklusive Nationskonzepte, Grenzen, Narrative

Internationales Forum Moldova: Geschichte, Kultur, Zivilgesellschaft 

Vom 14. bis 17. Oktober 2024 wurden im Rahmen des Internationalen Forum Moldova (IFM) Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Republik Moldau in ihrer europäischen Dimension diskutiert. Das dreitägige Forum bot diverse Gesprächsformate, eine wissenschaftliche Tagung, verschiedene Workshops und eine Exkursion in das autonome Gebiet Gagausien. Zu den Organisatoren zählten das Auslandsbüro Moldau der Konrad-Adenauer-Stiftung, die Staatliche Universität Moldau, das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte des östlichen Europa sowie das IKGS in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Netzwerk Erinnerung und Solidarität in Warschau, der Staatlichen Pädagogischen Universität „Ion Creangă“ in Chișinău, der Kulturreferentin für Siebenbürgen, den Karpatenraum, Bessarabien und die Dobrudscha am Siebenbürgischen Museum, dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa in Wien sowie dem Museum für die Opfer von Deportation und politischer Repression in Chișinău. Es wird beabsichtigt, das IFM zu einem mehrjährigen Format weiterzuentwickeln. www.moldovaforum.eu 

Vortrag: Der Balkan: Konfliktherd oder Begegnungsraum von Volksgruppen und Religionen? 

Im Rahmen des 62. Europatags der Paneuropa-Union, der vom 19. bis 20. Oktober 2024 unter dem Motto „Südosteuropa – ein Niemandsland?“ in Andechs stattfand, hielt IKGS-Mitarbeiterin PD Dr. Angela Ilić am 19. Oktober einen Vortrag mit dem Titel Der Balkan: Konfliktherd oder Begegnungsraum von Volksgruppen und Religionen?, in dem sie sich mit Stereotypen und historischen Mythen beschäftigte, die die Wahrnehmung der südosteuropäischen Länder in der globalen Politik und Öffentlichkeit bis heute beeinträchtigen. 

Vortrag: Republik Moldau. Zwischen den Mächten und auf dem Weg nach Europa 

Der 16. Donausalon des Donaubüros Ulm stand unter dem Motto Republik Moldau. Zwischen den Mächten und auf dem Weg nach Europa. Gemeinsam mit Jana Stöxen von der Universität Regensburg gab IKGS-Direktor Dr. Florian Kührer-Wielach am 25. Oktober 2024 neben Einblicken in die Vergangenheit und Gegenwart auch einen Ausblick auf die Zukunft der Republik Moldau und deren Platz in einem sich wandelnden Europa. 

Vortrag: Folklore in der Politik – politische Folklore? Beispiele aus dem östlichen Europa 

Im Rahmen der Reihe „Volkskultur“. Inszeniert. Ästhetisiert. Politisiert des Instituts für Volkskunde der Deutschen des östlichen Europa (IVDE) in Freiburg im Breisgau hielt PD Dr. Tobias Weger am 29. Oktober 2024 einen Vortrag mit dem Titel Folklore in der Politik – politische Folklore? Beispiele aus dem östlichen Europa

Einführung zur Republik Moldau 

Im Rahmen des Spezialprogramms zur Republik Moldau der Rumänischen Kulturtage und des Rumänischen Filmfestivals 2024 wurde am 12. November 2024 der moldauische Spielfilm Varvara (2023) gezeigt. Davor hielt IKGS-Direktor Dr. Florian Kührer-Wielach einen kurzen einführenden Vortrag zur Republik Moldau. Neben der Gesellschaft zur Förderung der Rumänischen Kultur und Tradition e. V., dem Filmmuseum München, dem Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen e. V., APOZITIA – Deutsch-Rumänische Kulturgesellschaft e. V., RKI – Rumänisches, Kulturinstitut in Berlin sowie TRIARTE International wirkte das IKGS als Kooperationspartner mit. 

Buchvorstellung: Identitäten in regionalen Zentren 

Am 12. November 2024 stellte IKGS-Mitarbeiterin PD Dr. Angela Ilić ihre Monografie Identitäten in regionalen Zentren der Habsburgermonarchie 1867–1918. Die Fallbeispiele Rijeka und Maribor an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vor. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Kolloquiumsreihe Aktuelle Fragen der Osteuropaforschung des Arbeitsbereichs Osteuropäische Geschichte am Historischen Seminar statt. 

Buchvorstellung: Deutsche Sprache und Kultur in Rumänien (1918–1933) / Limbă și cultură germană în România (1918–1933) 

Am 14. November 2024 stellten die beiden Herausgeber, Prof. Dr. Andrei Corbea-Hoișie (Jassy/Iași) und Prof. Dr. Rudolf Gräf (Klausenburg/Cluj-Napoca), die beiden Bände Limbă și cultură germană în România (1918–1933) an der Ludwig-Maximilians-Universität München vor. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Institut für romanische Philologie der LMU (PD Dr. Aurelia Merlan) und der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft für Integration und Migration/Societatea Germano-Românâ pentru Integrare și Migrație SGRIM e. V., München (Sevghin Mayr) statt. Moderiert wurde der Abend von PD Dr. Aurelia Merlan und PD Dr. Tobias Weger. 

Vortrag: Romanian Rhapsodies in the Carpathians. Tourisms between Myth and Economy Seen through a Literary Lens  

Der Vortrag der IKGS-Mitarbeiterin Dr. Enikő Dácz zu Dana Grigorceas Roman Die nicht sterben war Teil des internationalen Workshops Tourism, Infrastructure, and Modernity in the Carpathians from the Nineteenth Century to the Present des New Europe College und der Durham University, der am 18. November 2024 in Bukarest stattfand. 

Podiumsdiskussion: 35 Jahre seit der Revolution in Rumänien  

Im Rahmen der Rumänischen Kulturtage und des Rumänischen Filmfestivals 2024 wurden am 21. November 2024 der Dokumentarfilm Tovarășu‘ – Facerea și desfacerea unui dictator [Der Genosse – Entstehung und Verschwinden eines Diktators] (2024), Video-Beiträge Über und mit Ana Blandiana sowie eine Präsentation der Stiftung Asociația Principele Nicolae gezeigt. Im Anschluss daran fand eine Podiumsdiskussion statt. Moderiert wurde der Abend von Brigitte Drodtloff, Filmemacherin und Vorsitzende des Ge-Fo-Rum. Neben der Gesellschaft zur Förderung der Rumänischen Kultur und Tradition e. V., dem Filmmuseum München, dem Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen e. V., APOZITIA – Deutsch-Rumänische Kulturgesellschaft e. V., RKI – Rumänisches, Kulturinstitut in Berlin sowie TRIARTE International wirkte das IKGS als Kooperationspartner mit. 

Gespräch und Lesung: Die Sprache zwischen Übersetzung und Überwindung. Georg Aescht und Alexandru Bulucz im Gespräch 

Georg Aescht und Alexandru Bulucz sprachen über die sprachlichen, kulturellen und politischen Herausforderungen der literarischen Vermittlungsarbeit, berichteten Heiteres und Trauriges aus ihren Übersetzungswerkstätten und lasen einige ausgewählte Texte vor.  Die Veranstaltung am 21. November 2024 war ein Begleitprogramm zur Ausstellung Deutsche Minderheit in Rumänien im Haus des Deutschen Ostens (HDO) und eine Kooperation des HDO, des Verbands der Siebenbürgen Deutschen in Deutschland e. V. und des IKGS. Moderiert wurde der Abend von IKGS-Mitarbeiterin Dr. Enikő Dácz. 

Buchvorstellung: Identitäten in regionalen Zentren 

Im Rahmen des Masterseminars Ausgewählte Kapitel aus der allgemeinen Geschichte des 19. Jahrhunderts der Abteilung für Geschichte der Universität Ljubljana stellte IKGS-Mitarbeiterin PD Dr. Angela Ilić am 21. November 2024 ihre Monografie Identitäten in regionalen Zentren der Habsburgermonarchie 1867–1918. Die Fallbeispiele Rijeka und Maribor in englischer Sprache vor. 

Buchvorstellung: Identitäten in regionalen Zentren   

Am 22. November 2024 stellte IKGS-Mitarbeiterin PD Dr. Angela Ilić ihre Monografie Identitäten in regionalen Zentren der Habsburgermonarchie 1867–1918. Die Fallbeispiele Rijeka und Maribor im Rahmen eines Seminars in der Abteilung für Translationswissenschaft unter Mitwirkung der Abteilung für Germanistik mit Niederlandistik und Skandinavistik an der Universität Ljubljana vor. 

12. Studientag Rumänien: Demokratie als Schauspiel? – Geschichte und Kultur politischer Wahlen in Rumänien 

Der 12. Studientag Rumänien am 25. November 2024 Demokratie als Schauspiel? – Geschichte und Kultur politischer Wahlen in Rumänien wurde vom Arbeitsbereich Osteuropäische Geschichte des Historischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Abteilung für Osteuropäische Geschichte der Universität Zürich, des Lektorats für Rumänische Sprache und Kultur des Romanischen Seminars der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz sowie der Zweigstelle Mainz der Südosteuropa-Gesellschaft organisiert. IKGS-Direktor Dr. Florian Kührer-Wielach sprach in einem Panel mit Prof. Dr. Bogdan Murgescu (Bukarest) und PD Dr. Mariana Hausleitner (Berlin) über Wahlen und politische Kultur im historischen Kontext

Vortrag: Does Central Europe really exist? And if so, which one?  

Am 28. November 2024 hielt IKGS-Direktor Dr. Florian Kührer-Wielach vor Studierenden des Lehrstuhls für deutsche Kultur und Geschichte im südöstlichen Mitteleuropa an der Universität Pécs/Fünfkirchen, Ungarn einen Vortrag zum Thema Does Central Europe really exist? And if so, which one? Die Stiftungsprofessur wurde 2006 vom damaligen Beauftragten für Kultur und Medien (BKM), Bernd Neumann, eingerichtet, in den darauffolgenden fünf Jahren vom IKGS betreut und seit 2011 von der Universität weitergeführt. Mit dem IKGS besteht bis heute eine enge Zusammenarbeit. 

Der Garten aus Glas. Gespräch und Lesung mi Tatiana Țîbuleac 

Am 22. Januar 2025 las die Literatursprecherin Julia Cortis aus Tatiana Țîbuleacs mehrfach ausgezeichneten Roman Der Garten aus Glas. Das Gespräch mit der Autorin wurde von IKGS-Mitarbeiterin Dr. Enikő Dácz moderiert und von Sevghin Mayr übersetzt. Der Abend war eine gemeinsame Veranstaltung des IKGS, der Kulturreferentin für Siebenbürgen, den Karpatenraum, Bessarabien und die Dobrudscha am Siebenbürgischen Museum, des Doktoratskollegs Austrian Studies der Universität Innsbruck und der Deutsch-Rumänischen Gesellschaft für Integration und Migration in Kooperation mit der Buchhandlung Lehmkuhl, in deren Räumlichkeiten die Lesung stattfand. 

Der Garten aus Glas. Gespräch und Lesung mit Tatiana Țîbuleac 

Tags darauf, am 23. Januar 2025, fand das Gespräch und die Lesung mit Tatiana Țîbuleac im Litertaurhaus am Inn in Innsbruck statt. Die Moderation wurde abermals von IKGS-Mitarbeiterin Dr. Enikő Dácz übernommen; Fragmente aus dem Roman las Gabriele Wild vor und Mircea Abrudan übersetzte aus dem Deutschen ins Rumänische. Der Abend wurde vom Doktoratskolleg Austrian Studies der Universität Innsbruck und dem Literaturhaus am Inn in Kooperation mit dem IKGS organisiert. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Rumänien-Schwerpunkts des Doktoratskollegs Austrian Studies statt. 

Buchvorstellung: Handbuch der Literaturen aus Czernowitz und der Bukowina 

Am 27. Januar 2025 präsentierten die Mitherausgeber Prof. Dr. Andrei Corbea-Hoișie und Prof. Dr. Steffen Höhne das Handbuch und sprachen mit Dr. Larissa Cybenko, PD Dr. Johannes Feichtinger und Prof. Dr. Martin A. Hainz vor allem über die sprachliche und nationalpolitische Konstellation am Rande der Monarchie, die vielen Formen literarischer Diaspora und die heutige kulturelle Lage in der Region. Die Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für Literatur in Wien wurde von IKGS-Direktor Dr. Florian Kührer-Wielach moderiert. 

Vortrag: Flucht und Vertreibung der Deutschen 

Im Rahmen der von der Akademie für Politische Bildung in Tutzing und der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) Dillingen in Tutzing veranstalteten Tagung Zwangsmigrationen 1945 bis 1949. Displaced Persons, Flüchtlinge und Vertriebene hielt PD Dr. Tobias Weger am 11. Februar 2025 einen Online-Vortrag zum Thema Flucht und Vertreibung der Deutschen

Institutsgäste 

Im Dezember 2024 war Dr. Anja Moric vom Forschungszentrum der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Ljubljana und Assoziierte Wissenschaftlerin des IKGS im Jahr 2024 zu einem einwöchigen Forschungsaufenthalt zu Gast am IKGS. Sie arbeitete an verschiedenen Forschungsvorhaben mit PD Dr. Angela Ilić zusammen, vor allem mit Bezug auf die Gottschee/Kočevska. 

Seit Januar 2025 ist apl. Prof. Dr. Svetlana Suveica ein Jahr lang assoziierte Wissenschaftlerin des IKGS. Prof. Dr. Suveica arbeitet zum Thema Die Republik Moldau. Geschichte, Gegenwart und Zukunft eines europäischen Nachbarn und ist seit Jahren mit dem IKGS verbunden. 

Publikationen der IKGS-Mitarbeiter 

Die wissenschaftlichen Mitarbeiter des IKGS veröffentlichten zuletzt folgende Beiträge und Bücher: 

Enikő Dácz: „Parade-Auslandsdeutsche“ im literarischen Feld. Karl Kurt Klein und Heinrich Zillich als Gestalter des literarischen Transfers zwischen dem Dritten Reich und Rumänien. In: Ottmar Traşcă, Virgiliu Ţârău, Corneliu Pintilescu (Hgg.): Building a Nazi Racial Community. Mobility and Transnational Transfers between Nazi Germany and the South-Eastern European ‚Volksdeutsche‘. Regensburg 2024, S. 45‒69. 

Angela Ilić: Between Yugoslav Patriotism, Collective Self-Assertion, National Socialism, and Revisionism: Protestants in Interwar Serbia/Yugoslavia. In: Aleksandra Đurić Milovanović, Ivana Pantelić (Hgg.): Echoes of Europe. Cultural Transfer Europe-Serbia in the Kingdom of Yugoslavia. Belgrade 2025, S. 287–301. 

Florian Kührer-Wielach: „Mediile de viață comune și formarea blocurilor etnonaționale în România Mare“ [Gemeinsame Lebenswelten und die Formung von ethnonationalen Blöcken in Großrumänien]. In: Sorin Radu, Oliver Schmitt (Hgg.): România interbelică: modernizare politico-instituțională și discurs national [Rumänien in der Zwischenkriegszeit. Politisch-institutionelle Modernisierung und nationaler Diskurs]. Sibiu 2022. 

Florian Kührer-Wielach, Svetlana Suveica: Zwischen den Mächten. Identitäten, Ideologien und Menschen in der moldauischen Geschichte. In: Republik Moldau. Aus Politik und Zeitgeschichte 28–29 (2024). 

Tobias Weger: München und die deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas in den späten 1940er- und 1950er-Jahren. In: Anke Stephan u. a. (Hgg.): Osteuropäisches München. Displaced Persons und Geflüchtete in der Nachkriegszeit. München 2025, S. 435–456. 

Neuerscheinungen des IKGS 

Hans-Jürgen Schrader (Hg.) 

„besser spät als nie“. Manfred Winklers Korrespondenz mit Eveline und Hans-Jürgen Schrader 

Wissenschaftliche Reihe (Literatur- und Sprachgeschichte), Band 127 

IKGS-Verlag: München 2025, 232 Seiten, EUR 12,00 

Manfred Winkler (1922‒2014), der Nestor des deutschsprachigen „Lyris“-Poetenkreises in Jerusalem, stand während der Phase seines Schaffens, in der Gedichtbände von ihm in Deutschland erschienen, mit dem Genfer Literaturwissenschaftler Hans-Jürgen Schrader im persönlichen wie brieflichen Gedankenaustausch. Diese Korrespondenz und Freundschaft der Familien dokumentiert das Buch, das unter anderem Winklers persönliche und poetische Bezüge zu Paul Celan berührt. 

Der Lyriker und Bildhauer Manfred Winkler, in Putila (ukr. Путила) in der Bukowina geboren, überlebte die Shoah in einem transnistrischen Arbeitslager und wurde 1945 ins kommunistische Rumänien ausgebürgert. Er veröffentlichte in Temeswar (rum. Timișoara) seine ersten deutschsprachigen Bücher (zwei Gedichtbände und eine Erzählung für Kinder). Nach der Ausreise nach Israel 1959 schrieb er auch auf Hebräisch und wurde 1999 mit dem Preis des israelischen Ministerpräsidenten Levi Eschkol für Lyrik ausgezeichnet. Er war Mitarbeiter, dann Leiter des Herzl-Archivs. Einem breiteren deutschsprachigen Publikum wurde er erst 1997 durch den Band „Unruhe“ (Südostdeutsches Kulturwerk, München) bekannt. Vier weitere Gedichtsammlungen (Rimbaud, Frank& Timme) folgten und postum die umfassende Edition seiner deutschsprachigen Gedichte, „Haschen nach Wind“ (Arco-Verlag, 2017). Sein Nachlass wird im Archiv des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der LMU München aufbewahrt.