Franz Hodjak
Franz Hodjak wurde 1944 in Hermannstadt (rum. Sibiu, ung. Nagyszeben) in Rumänien geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Rumänistik in Klausenburg (rum. Cluj-Napoca, ung. Kolozsvár) wirkte er bis zu seiner Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland (1992) als Lektor der deutschsprachigen Abteilung des Dacia Verlags. Er zählte zu den produktivsten und erfolgreichsten Literaten aus Rumänien; sein Werk wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet. Er veröffentlichte zahlreiche Bände (Gedichte, Erzählungen, Romane, Kinderbücher, Aphorismen sowie ein Monodrama) und übersetzte bedeutende rumänische Autorinnen und Autoren – unter anderem Adrian Popescu, Ion Barbu, Eugen Jebeleanu, Ana Blandiana – ins Deutsche. Nach längerer Pause erschienen 2022 vier neue Gedichtbände: Was nie wieder kommt (Verlag Stadtlichter presse), Gedenkminute für verschollene Sprachen (Leipziger Literaturverlag), Hin und nicht zurück (Vorwerk 8) und Alles wurde privatisiert, selbst die Funklöcher und die Schatten in Platons Höhle (Schumacher Gebler). 2023 wurden die Bücher Im Ballsaal des Universums (danube books Verlag), Das Glas gibt dem Wein die gewünschte Form (Königshausen & Neumann) sowie Gedichte von Franz Hodjak in Das Zündblättchen. Überelbische Blätter für Kunst und Literatur (Nr. 112) veröffentlicht. Im Juli 2025 verstarb er im Alter von 80 Jahren.