Im Rahmen der Programmreihe Europas Kulturhauptstadt und mit Unterstützung des Kulturhauptstadtbüros entstand eine Theateraufführung mit deutschen, ungarischen und rumänischen Mitwirkenden unter dem Titel Die schöne Susanne im Chemnitzer Fritz Theater. Die ungarischen Mitwirkenden kamen aus der Stadt Fünfkirchen/Pécs, die 2010 gemeinsam mit Essen und Istanbul diesen Ehrentitel tragen durfte. Wie aber kam es dazu? Die Antwort ist nicht selbstverständlich, die Vorgeschichte reicht weit zurück in der Zeit.
Reisen nach Chemnitz
Rückblende 1
Der Verfasser dieser Zeilen ist sich bis heute nicht sicher, ob er 1979 das damalige Karl-Marx-Stadt besichtigt hat oder nicht. Möglich. Auf jeden Fall befand sich das internationale, nach Wilhelm Pieck benannte Pionierlager, in dem er als Dreizehnjähriger zwei Wochen verbrachte, in Schneeberg, einem kleinen Ort in der Nähe von Aue im Erzgebirge, wo er neben Deutschen und Ungarn auch Polen, Rumänen und sogar italienische Jugendliche von jenseits des Eisernen Vorhangs traf. Zahlreiche Erinnerungen (erbitterte Fußballspiele, Leichtathletikwettkämpfe, schöne Mädchen oder ungewöhnliche Speisen) sind ihm lebhaft im Gedächtnis geblieben, andere Dinge hingegen sind, wie es in der Natur der Erinnerung liegt, traumhaft ungewiss und verschwommen. Er erinnert sich, dass es für die Teilnehmer:innen sicherlich nach Leipzig und Dresden Ausflüge gab. Als geschichtsbegeisterter Teenager war er beeindruckt von der Parade der sächsischen Kurfürsten auf dem riesigen Wandbild in Dresden. Wie auch immer es mit Karl-Marx-Stadt weiterging, sah er Sachsen noch als Teil einer anderen Welt, während er selbst aus dem sowjetischen Block, aus Ungarn, kam. Vieles hat sich in der Zwischenzeit verändert, doch die wechselvolle Geschichte hat sowohl in Sachsen als auch in Ungarn ihre Spuren hinterlassen. Ich kannte damals nur ein paar deutsche Wörter – die einzige Fremdsprache, die in der ungarischen Grundschule unterrichtet wurde, war ja Russisch. Außerdem gab es in meiner Familie keine deutschen Vorfahren, nicht so, wie bei vielen anderen, auch in den Ortschaften in der unmittelbaren Umgebung meines Dorfes. Da war zum Beispiel jener Junge Gábor, mit dem ich mich im Pionierlager angefreundet hatte, der, wenn ich mich nicht irre, aus Bonnhard/Bonyhád kam und mit Nachnamen Engelbert oder so ähnlich hieß.
Rückblende 2
Nun ist es aber an der Zeit, uns unserem Thema zu nähern, auch wenn die Überlagerung der Zeitebenen in diesem Text keineswegs ein Zufall ist. Wir müssen nun in eine näher liegende Vergangenheit zurückkehren: ins Jahr 2023. Es war nämlich so, dass Alica Weirauch, Schauspielerin und eine der Leiterinnen des Fritz Theaters in Chemnitz, nach Ungarn und Rumänien gereist war, um Partner für eine Theateraufführung mit einer internationalen Besetzung zu finden. Diese Reise vor zwei Jahren, auf der sie von dem Allround-Roadie des Theaters, Jan Hildebrand, begleitet wurde, hat jedoch ebenfalls eine Vorgeschichte. Denn Alica war ab 2011 zwei Jahre lang Schauspielerin bei der Deutschen Bühne in der ungarischen Stadt Szekszárd. Damals leitete Ildikó Frank die Institution als Intendantin, und die gute Arbeitsbeziehung der beiden Frauen bildete den Kern der aktuellen Zusammenarbeit. Bei ihrer Reise im vorletzten Jahr führte Alicas Weg jedoch nicht nach Szekszárd, sondern in die nahe gelegene Regionalhauptstadt Pécs, die vor fünfzehn Jahren Kulturhauptstadt gewesen war und wo Ildikó Frank zu dieser Zeit als freischaffende Schauspielerin arbeitete. Letztere nahm ihre ehemalige Kollegin zu einer unabhängigen Theateraufführung in Pécs mit, die das Leben der Arbeiter der ehemaligen, mittlerweile stillgelegten Bergwerke von Pécs thematisierte, wobei als Aufführungsort ein riesiger, stillgelegter Schacht diente. Obwohl die Aufführung auf Ungarisch stattfand, kam die Botschaft auch bei Alica und ihrem Kollegen an. Der Regisseur, Krisztián Ákli, empfahl sich mit dem Stück für die Aufgaben des Regisseurs der zukünftigen Chemnitzer Produktion. Auf ihrer Weiterreise nach Rumänien fanden Alica und Jan noch zwei Mitstreiterinnen in der jungen Schauspielstudentin Alexia Galeș aus Kronstadt und der Kostüm- und Bühnenbildnerin Sorana Țopa.
Das Fritz Theater
Im Frühjahr 2024 trafen wir uns dann endlich alle im Fritz Theater in Chemnitz, das in einem ehemaligen Kino mit 250 Plätzen untergebracht ist. Die gemeinsame Arbeit begann: Der Regisseur bat die Schauspieler:innen um Improvisationen zu bestimmten Situationen, die als Eckpunkte für das Konzept des zukünftigen Stücks gedacht waren. Unter den Mitarbeitern des Theaters, das die Produktion beherbergte, lernte ich Isabelle Weh kennen, die neben Alica und Ildikó ebenfalls für die Titelrolle unseres Stücks Die schöne Susanne spielte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Regisseur bereits die Idee, dass die drei Schauspielerinnen – ähnlich wie die Parzen in der römischen Mythologie – die Mutterrolle der Susanne, als das zentrale Dilemma des Stücks, gemeinsam übernehmen sollten. Zu diesem Zeitpunkt lernte ich auch Hardy Hoosman, Silvia Klemm und Christoph Morais Fortmann sowie die bereits erwähnte Rumänin Alexia Galeș kennen. Aus dem großartigen Team des Fritz Theaters möchte ich noch Lena Schulze hervorheben, die zwar nicht auf der Bühne steht, doch als technische und musikalische Mitarbeiterin in leitender Funktion eine ganz hervorragende Arbeit im Theater leistet. Die etwa zehntägige gemeinsame Arbeit diente vor allem dem Kennenlernen, dem Zusammenfinden und dem Vertrautwerden mit den räumlichen und technischen Möglichkeiten des Theaters. Obwohl ich bereits Stücke geschrieben hatte und über sämtliche Kenntnisse hinsichtlich der Arbeit am Theater verfügte, war dieses Projekt für mich die erste tatsächliche Teilnahme an einer solchen gemeinsamen Theaterarbeit, wenn auch hauptsächlich als Beobachter, Mitdenker und durch die Suche nach inspirierenden literarischen Texten für das zukünftige Stück. Hier passt die bei Novalis und Schlegel auftauchende Idee der frühen deutschen Romantik vom „Symphilosophieren“, die einfach formuliert davon ausgeht, dass gemeinschaftliches, kommunikatives, dialektisches Wissen das Wissen des Einzelnen übersteigt. Die Zusammenarbeit von Menschen aus verschiedenen Orten, mit unterschiedlichem sprachlichem und kulturellem Hintergrund wurde auch durch das gemeinsame Mittagessen im Theater unterstützt, das jeden Tag von einem anderen Freiwilligen aus dem Förderverein des Theaters zubereitet wurde. Es war wie ein Symposium, ein antikes Festmahl in moderner Form. Die engagierte Unterstützung durch die technischen Mitarbeiter und Freiwilligen vom Fritz Theater war für mich ausgesprochen bewegend und in dieser Form aus Ungarn unbekannt.
Über das Stück
Die gemeinsame Arbeit im Frühjahr 2024 wurde auf Videoaufnahmen festgehalten, deren von den Bundesfreiwilligen des Theaters angefertigte deutschsprachige Transkripte ich in elektronischer Form erhielt. Krisztián hatte bereits im Vorfeld seine Vision von einem Stück skizziert, dessen Struktur einem der bekanntesten Werke der ungarischen Dramatik, Der Tragödie des Menschen, ähnelte. Das Werk wurde von Imre Madách geschrieben und erschien 1862. In den mehr als 150 Jahren seit seiner Veröffentlichung wurde es in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter auch ins Deutsche, wobei es natürlich nur für Leser mit einem ausgeprägten Sinn fürs Historische zu empfehlen ist. Aber auch ohne Kenntnis dieses Textes kann sich der deutsche Leser, da es sich beim literarischen Vorbild des Stücks um Goethes Faust handelt, zumindest ein Bild von seiner Struktur machen. Die strukturelle Besonderheit von Madáchs dramatischem Gedicht besteht darin, dass es eine Aneinanderreihung von Szenen ist, in denen die Hauptfiguren in verschiedenen Epochen und an verschiedenen Orten der Weltgeschichte auftauchen. Wie bereits erwähnt, wurde mit der Figur der Susanne das Muttersein (oder nicht sein) zum Hauptdilemma des Stücks. Ihre große Frage ist, ob sie das gezeugte Kind bekommen soll. Als Dramaturg – denn nun verrate ich endlich, dass dies meine Funktion war – hatte ich die komplexe Aufgabe, diese zentrale Frage auf verschiedenen historischen Ebenen auszuarbeiten, Szenen zu schreiben und die durch Improvisationen der Schauspieler:innen entstandenen Texte zu bearbeiten und in das Stück einzubauen. Nach Recherchen in der Weltliteratur und in der Geschichte der Stadt Chemnitz hatte ich bereits im Februar 2025 meine eigentliche Arbeit, die Erstellung des Textes, abgeschlossen. Angesichts meiner Deutschkenntnisse, die vielleicht etwas zu wünschen übrig lassen, übersetzte Ildikó Frank meinen ungarischen Text ins Deutsche. Selbstverständlich werde ich mich bei dieser Gelegenheit nicht mit dem Stück detailliert auseinandersetzen, doch zumindest wichtige Teile dessen hervorheben, um den Interessierten einen Eindruck vom Ganzen zu vermitteln. Hardys schauspielerische Fähigkeiten erwiesen sich sofort als geeignet, um die geheimnisvolle Figur des aus der deutschen Literatur bekannten Dichters Klingsor zum Leben zu erwecken. Klingsor von Ungerlant (oder Ungerland) ist, wie sein vollständiger Name anzudeuten scheint, ungarischer Herkunft, wobei nicht belegt ist, dass er überhaupt gelebt hat. Er soll am Sängerkrieg auf der Wartburg teilgenommen haben und taucht dann erstmals in Wolfram von Eschenbachs Werk Parsival als Zauberer auf, der mit dem Teufel im Bunde steht. Ich bin seinem Namen zum ersten Mal in Novalis’ Roman Heinrich von Ofterdingen begegnet, wo er ebenfalls eine mit schwarzer Magie verbündete Figur mit dunkler Aura ist. Aus diesen intertextuellen Vorläufern habe ich eine zynische, mephistophelische Figur geschaffen, die auf ihre eigene bizarre Art das Bühnengeschehen kommentiert und gleichzeitig eine wichtige dramaturgische Funktion erfüllt: Klingsor ist es, der Susanne mithilfe seiner magischen Kräfte die Schwierigkeiten oder vielmehr die Sinnlosigkeit der Mutterschaft in immer neuen Handlungsebenen vor Augen führt. In einer unserer Szenen wird gezeigt, wie deutsche Siedler im 18.–19. Jahrhundert in mehreren Wellen nach Ungarn kamen, um dort im Vergleich zu den beengten Landverhältnissen in ihrer Heimat große, unberührte Flächen zu bewirtschaften. Mit der Hoffnung auf ein neues und glückliches Leben machten sie sich auf den Weg, aber natürlich überlebten viele von ihnen diese Reise nicht. An dieser Stelle ist ein kurzer Exkurs angebracht: Pécs – die Stadt, aus der wir, die drei ungarischen Teilnehmer des Projekts, angereist sind – und seine Umgebung, Süd-Transdanubien, erhielt nach den Kämpfen mit dem Osmanischen Reich und der 150-jährigen türkischen Besetzung den Namen „schwäbische Türkei“ nach den deutschen Siedlern, die dorthin gekommen waren, um die entvölkerte Gegend zu beleben. Aufgrund seiner bedeutenden deutschen Bevölkerung hat Pécs auch einen deutschen Namen: Fünfkirchen. Für mich war es somit keine Frage, dass dieser Moment der gemeinsamen deutschen und ungarischen Geschichte in dem unter der Ägide einer internationalen Koproduktion entstehenden Stück seinen Platz finden musste. Ebenso wie das Gegenstück im 20. Jahrhundert, als die Migration nicht mehr freiwillig, sondern erzwungen stattfand: die Vertreibung der Ungarndeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg. Diese Ereignisse sind nicht nur Momente der deutschen oder deutsch-ungarischen Geschichte, sondern – um nur auf die Donauschwaben Bezug zu nehmen – Teil einer Reihe von historischen Traumata in Osteuropa und haben somit zu Recht ihren Platz in der großen europäischen Geschichte. Eine andere Szene spielt zur Zeit des Fränkischen Reichs und zeigt, wie ein sächsischer Krieger (großartig dargestellt von Christoph Morais Fortmann) an einem heiligen Ort ein Opfer darbringen will, dabei jedoch von einer Sorbin (Silvia Klemm) unterbrochen wird. Dass die Frau Sorbisch spricht und die beiden einander nicht verstehen, hebt die Thematik der fremden Sprache und das damit einhergehende Unverständnis ins Stück. Die Szene spielt in der Umgebung der noch nicht existierenden Stadt Chemnitz, in einer Zeit, als die Gebietszuordnungen in dieser Region aufgrund der Völkerwanderung noch instabil waren und die verschiedenen Völker das Christentum in unterschiedlichem Maße übernahmen. Die Sachsen zum Beispiel waren noch Heiden. Die Szene geht in ironischem Ton der Frage des Gebietsbesitzes nach und erinnert das dafür empfängliche Publikum auf unterschwellige Weise an Ideologien, die das Vaterland ausschließlich und ausgrenzend interpretieren und typischerweise erst viel später entstanden.
Die Aufführung
Aber nun genug der historischen Szenen. Zum Abschluss möchte ich, getreu meiner Rolle als unvoreingenommener Chronist, noch ein paar Worte zur Umsetzung des Stücks, zur Aufführung selbst, sagen. Ende April 2025 versammelten wir uns erneut im Fritz Theater, nun mit dem mehr oder weniger fertigen Text, und begannen mit den Proben, und dazwischen den Mittagessen, die erneut von den freiwilligen Helfern zubereitet und gemeinschaftlich im Theater eingenommen wurden. Die Arbeit auf der Bühne unter der Leitung von Krisztián Ákli empfand ich als besonders spannend und effektiv. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich der Text als Resultat gemeinsamer Bemühungen weiterentwickelte und aus den verschiedenen szenischen Versuchen und Variationen schließlich die richtigen Bühnenlösungen entstanden. An dieser Stelle möchte ich erneut Lena Schulze erwähnen, die den Problemen oft proaktiv zuvorkam und mit selbstkomponierten musikalischen Einlagen oder projiziertem Bildmaterial den Entstehungsprozess inspirierte. Das Ergebnis wurde eine temporeiche, dynamische, zugleich mit vielen kulturellen Anspielungen gespickte, zum Nachdenken anregende Aufführung, die dunkle Töne mit Humor verband und vor allem der einfallsreichen und charaktervollen Regie sowie den sensiblen Darsteller:innen zu verdanken war, deren Spiel von einem tiefen Verständnis für die Figuren getragen wurde. Hardy Hoosman stellte die zynische Figur des Klingsor auf komplexe Weise dar; seine zutiefst pessimistischen Töne waren einerseits furchterregend und bedrohlich, andererseits aber auch grotesk. Düster-humorvolle Züge vermittelte er vor allem mithilfe seiner ausdrucksreichen Körpersprache. Die Schauspielerinnen Isabelle Weh, Alica Weirauch und Ildikó Frank, die gemeinsam die Titelrolle der Susanne in verschiedenen Nuancen zum Leben erweckten, erschufen diese Figur in ständiger Auseinandersetzung und Interaktion miteinander, wodurch sie zwangsläufig einen dialektischen Charakter erhielt. Die starke und fast ständige Bühnenpräsenz der drei Schauspielerinnen zog die Aufmerksamkeit des Publikums sowohl in dramatischen als auch in lyrischen und humorvollen Situationen auf sich. Christoph Morais Fortmann, der den zukünftigen Vater spielte – mal sich versteckend, mal prahlend –, zeigte ein breites Spektrum von Figuren, vom ironisch-satirisch gestalteten sächsischen Krieger bis zum weinenden deutschen Siedler, der Susannes Prügel über sich ergehen lassen musste. Einer der Höhepunkte der Aufführung war zweifelsohne eine Rekrutierungsszene bei der Stasi, in der Christoph als Parteisekretär während eines Tanzfestes Druck auf die drei Susannen ausübte. Alexia Galeș, die in mehreren Szenen in der Rolle des ungeborenen Kindes zu sehen war, beeindruckte bei der Geburtsszene durch ihre ausdrucksstarke Bewegungskunst und überzeugte in der Abschiedsszene der Mutter mit herzzerreißenden dramatischen Momenten. Silvia Klemm riss das Publikum vor allem mit ihrer Darstellung der einsamen, älteren Katzenfrau mit. Die Geburtsszene am Ende des Stücks wurde mit dem überdimensionalen Geburtskanal zu einem dramatisch-mythischen Ereignis, dabei glich das Bühnenbild der Szene jenem aller anderen Szenen und wurde aus eckigen Aluminiumelementen von den Schauspielern selbst umgebaut. Susanne trifft trotz allem, was sie gesehen und erlebt hat, die Entscheidung, das Kind zur Welt zu bringen, aber nicht aufgrund einer harmonia prestabilita, wie Leibniz es ausdrückt, einer vorbestimmten Harmonie, die gemäß göttlicher Vorsehung in der Welt wirkt. In unserer Aufführung war es eine hart erkämpfte, leidvoll errungene Wahrheit, trotz allem Ja zu sagen. Am Rande möchte ich anmerken, dass Imre Kertész aufgrund seiner eigenen Erfahrungen zu dem Schluss gekommen ist, dass er „niemals der Vater von jemandem sein könnte“. Obwohl nicht mit einem Hollywood-Happy-End, endete die Aufführung zweifellos hoffnungsvoll. Beim Nachdenken über das Gesehene kam den Zuschauern möglicherweise die oft begrabene, auch heute noch verachtete und als überholt geltende (für Verlierer geeignete?) Idee der Humanität in den Sinn. Um mit der ironischen Formulierung von Péter Esterházy zu schließen: „wem das was sagt“.