Eginald Schlattner

Eginald Schlattner, geboren 1933 in Arad/Rumänien, ist evangelischer Pfarrer und Schriftsteller. In den 1950er-Jahren als Student in einem politischen Prozess verurteilt, durfte er erst 1969 das Studium der Hydrologie abschließen. Vier Jahre später sagte er dem Ingenieurberuf ab und studierte Theologie. Nach dem Ende der rumänischen Diktatur 1989 publizierte er zwischen 1998 und 2005 die Romane Der geköpfte Hahn, Rote Handschuhe und Das Klavier im Nebel (Zsolnay Verlag, Wien). Es folgten vielfache Übersetzungen (u. a. ins Spanische, Portugiesische, Russische, Niederländische) und Verfilmungen. 2013 erschienen die Bände Mein Nachbar, der König und Odem (Schiller Verlag, Hermannstadt/Sibiu), 2018 das Prosawerk Wasserzeichen (in 2. Auflage mit dem Untertitel Ersonnene Chronik) 2020 der Interviewband Gott weiß mich hier. Radu Carp im Gespräch mit Eginald Schlattner, 2021 die Bände Drachenköpfe und Schattenspiele toter Mädchen und 2023 Brunnentore (alle im Pop Verlag, Ludwigsburg). Der Autor lebt auf dem Pfarrhof in Rothberg (rum. Roșia), Siebenbürgen.