Nach Košice/Kaschau (2013) ist Trenčín/Trentschin 2026 die zweite slowakische Stadt, die den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ trägt. Wie so häufig weicht auch im Fall von Trenčín der Bekanntheitsgrad innerhalb des Landes stark von dem auswärtiger Besucher des Landes ab. Im Rahmen eines Stadtrundgangs stellt Tobias Weger einige der historisch relevantesten Stätten in Trenčín vor. Darunter befinden sich eine römische Inschrift, ein großer Platz mit einer bedeutenden Barockkirche, eine kurz vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs vollendete Synagoge und die große Burganlage, die, hoch über der Altstadt gelegen, das Waagtal überragt.
Seit 1962 heißt der Hauptplatz der westslowakischen Stadt Trentschin (sk. Trenčín) »Mierové námestie« – »Friedensplatz«. Im Mittelalter war er einfach der »Ring«, der »Hauptplatz« oder auf Ungarisch der »Főtér«. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts hatte er, je nach Konjunktur, mehrfach Politiker-Namen getragen: den des ungarischen Obergespans Gyula Szalavszky, des tschechoslowakischen Staatspräsidenten Tomáš G. Masaryk, des slowakischen Autonomisten Andrej Hlinka und schließlich des sowjetischen Diktators Josef Stalin. Mehrere Städte in der kommunistischen Tschechoslowakei hatten »Friedensplätze«, von denen […]
Das Stadtschreiber-Stipendium des Deutschen Kulturforums östliches Europa soll das gemeinsame kulturelle Erbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in jenen Regionen Mittel- und Osteuropas, in denen Deutsche gelebt haben bzw. heute noch leben, in der breiten Öffentlichkeit bekannt machen sowie außergewöhnliches Engagement für gegenseitiges Verständnis und interkulturellen Dialog fördern. Als Wanderstipendium konzipiert, wird es an herausragenden Orten des östlichen Europa angesiedelt.