Wilhelm Droste, selbst ein Unikat der mitteleuropäischen Kulturwelt, stellt eines der wichtigsten literarischen Transferprojekte zwischen dem ungarischen und dem deutschen Sprachraum vor

Wer gegenwärtig Ungarn kennen lernen, begreifen oder sogar verstehen will, der schalte den Fernseher aus, drehe das Radio ab, lege die Zeitungen aus der Hand und gehe nicht ins Internet. Er greife vielmehr zu den Büchern eines Verlages, der sich in großer Bescheidenheit klein macht und Nischen Verlag nennt. Inzwischen führt dieser Name mehr und mehr in die Irre, denn hier wird jetzt schon seit 2012 das Beste ins Deutsche (Österreichische) übersetzt und verlegt, was jenes Land gegenwärtig literarisch zu bieten vermag. Ungarn steckt aktuell in einer tiefen Krise, für die Literatur des Landes gilt das nicht. Die poetische Sprache hat den großen Vorteil, dass sie sich aus der Alltagssprache entfernt und ausklammer. So hat sie eine völlig andere Sicht auf das Leben, kann Dinge und Perspektiven zeigen, die das vom Alltag geblendete Auge nicht sieht. Das macht Literatur so wertvoll, gerade in Zeiten großer Verwirrung und orientierungsloser Leidenschaft.

Die großen, erfolgsversprechenden Titel von häufig schon gut eingeführten ungarischen Autoren landen auch heute eher bei Suhrkamp oder Rowohlt, die jüngeren oder schwierigeren Kandidaten aber kommen über die Wiener Nische hinein in die deutschsprachige Welt, obwohl der Verlag in seiner Nische noch einmal vergleichsweise streng differenziert und aussondert. Lyrik, nach wie vor eine starke Bastion in der ungarischen Gegenwartsliteratur, ist nicht im Programm. Die starken Dichter (so etwa Krisztina Tóth und Lajos Parti Nagy) sind »lediglich« mit erzählenden Büchern präsent. Dramen werden nicht berücksichtigt. Auch andere Spielarten der Literatur, Publizistik, Sachbücher, Briefe oder Essays, wird man eher vergeblich suchen. Das strengste Kriterium ist das der Lebendigkeit, der Verlag will aus der Gegenwart für die Gegenwart arbeiten und sucht deshalb vornehmlich nach zeitgenössischen Autoren. Das heißt aber gerade nicht, dass er sich an die Tagesaktualität verkauft. Die ausgewählten Titel sind zeitbeständig, sie sind heute von aktueller Brisanz, werden es aber auch in zehn oder zwanzig Jahren noch sein. Literatur ohne Zerfallsdatum zu bieten, auch das gehört zur klugen Philosophie des Verlages. Dabei ist es immer ein anspruchsvolles und schwieriges Unternehmen, aus der verwirrenden Vielfalt der Gegenwart auszuwählen, was über den Alltag hinausweist und zeitbeständig zu werden verspricht.

Drehtür zwischen Wien und Budapest

Der Verlag profitiert von den reichhaltigen Erfahrungen und guten Instinkten des Verlegerehepaars Lendvai und setzt erfreulich die politisch und kulturell grenzüberschreitende kritische Arbeit fort, die Paul Lendvai (geb. 1929) seit seiner Flucht aus Ungarn nach der Revolution von 1956 als unermüdlicher Publizist vor allem von Wien aus betreibt, deren Fruchtbarkeit sich allein schon an den Spannungen ablesen lässt, die seinen Namen immer wieder neu umlagern. Gegenwärtig attackiert er kompetent die diktatorischen Tendenzen in Ungarn und steht erneut in einem heftigen Wechselbad von ablehnender Wut und dankbarer Sympathie. Seine Frau Zsóka Lendvai ist in der aktuellen Literatur Ungarns zuhause, sie hat dort langjährige verlegerische Erfahrungen gesammelt und sorgt für das literarische Profil. So kommt viel mehr zustande als eine kleine Nische, der Verlag ist eine wichtige Drehtür zwischen Budapest und Wien, aber nicht nur für den kleinen Grenzverkehr, diese Tür wird auch Genf und Großwardein (rum. Oradea), Hamburg und Neusatz (serb. Novi Sad) besser miteinander verbinden.

Denn um die Bücher herum entwickelt sich ein gesellschaftliches Leben; bei den zahlreichen Veranstaltungen und Lesungen wachsen neue Beziehungen, das immer größer werdende Netz geht inzwischen weit über die Stadt Wien hinaus und überschreitet auch den engen Raum von Buchmessen und Treffen eingeweihter Spezialisten. Der Verlag ist im besten Sinne des Wortes längst zu einer öffentlichen Angelegenheit, einem republikanischen Forum geworden; aus einer sympathischen Initiative aus dem Jahre 2012 ist ein verlässliches Initial für die Zukunft erwachsen.

Dass dieses schöne Lebenszeichen gerade in Wien Wurzeln fassen konnte, ist kein Zufall. Heute gibt es erschreckend viele Parallelen zu den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts, als der nationalistische Diktator Miklós Horthy große Teile der kritischen Intelligenz aus dem Land vertrieb. Diese Menschen zog es dann wie heute nach Wien und Berlin, wo sie für eine kurze Zeit eine provisorische Heimat und einen geschützten Raum für neue Inspiration finden konnten. Auch heute sind gerade Wien und Berlin längst wieder zu wichtigen Zentren eines kritischen ungarischen Lebens geworden. Geschichte hat aber Gott sei Dank die angenehme Eigenschaft, sich nur sehr selten langweilig und stur zu wiederholen. Es bleibt zu hoffen, dass die gegenwärtigen ungarischen Inseln, die längst schon nicht mehr nur von Intellektuellen zusammengehalten werden, nicht so schnell untergehen wie damals, als 1933 die Flucht vor Hitler diese ungarischen Emigranten in noch viel tiefere Verzweiflung gestürzt hat. Sie mussten damals häufig den Kontinent wechseln, um zu überleben.

In Wien gab es das legendäre Kaffeehaus Atlantis am Schwarzenbergplatz, da trafen sich die ungarischen Dichter und Denker, so etwa Georg Lukács und Béla Balázs, Attila József und Lajos Kassák. Der Nischen Verlag steht auch in dieser Tradition. Wien ist noch immer eine Weltmacht der Kaffeehauskultur. Der Stadt ist zuzutrauen, dass sie bald schon auch ein neues ungarisches Café als Treffpunkt hervorbringen wird.

Der Name ist Programm

Der Nischen Verlag setzt zugleich eine Tradition ganz anderer Herkunft fort: die Produktion guter ungarischer Bücher in der DDR. Das sozialistische »Bruderland« der Volksrepublik Ungarn nämlich fühlte sich verpflichtet, Literatur der »befreundeten« Staaten in den eigenen Buchbetrieb aufzunehmen. Das klang nach lästiger Pflichterfüllung, führte aber zu wunderbaren Resultaten, nicht zuletzt deshalb, weil sich hier der großartige Mensch und Schriftsteller Franz Fühmann entscheidend eingemischt hat. So wurden dort gerade auch ungarische Lyrik von Sándor Petőfi bis zu Gedichten lebender Autoren in großer Vielfalt übersetzt und bekannt gemacht, dazu immer wieder Romane, Erzählungen und Dramen. Die Verlage der DDR mussten sich nicht an Verkaufszahlen orientieren und wagten sich so auch an die schwierigen Autoren.

Davor schreckt auch der Nischen Verlag nicht zurück, wenngleich er natürlich kalkulieren und hoffen muss, sich auf dem Buchmarkt wirtschaftlich zu behaupten. Der kurze Roman, um die zweihundert Seiten lang, ist daher das bevorzugte Format; da bleiben die Kosten für Übersetzung und Druck überschaubar, dazu lassen sich Leser am leichtesten zur Lektüre solcher Bücher verführen. Der Verlag hat reichlich gute Kritiken in angesehenen Zeitungen erhalten, ein auch in der Auflage durchschlagender Erfolg eines Buches aber wäre ihm dringend zu wünschen, denn dann würde das erfreuliche Unternehmen auf ein noch stabileres Fundament geraten. An der Qualität der Titel und Autoren liegt es nicht. Vielen Büchern könnte so ein durchschlagender Erfolg gelingen. Doch Erfolg auf dem Buchmarkt, das ist ein rätselhaftes Ding. Mystik und Magie, Qualität und Zufall müssen glücklich zusammenspielen, dann kommt es auch in kleinen Verlagen zu solchen Wundern, die urplötzlich die Welt erobern.

Größere Verlage leben von Erfolgsbüchern mit Massenauflage und leisten sich auf diesem Fundament ihre mutigen Nischen, in denen vor zwanzig Jahren die heute so bekannten Namen der ungarischen Literatur erstmals wirklich aufleuchten konnten. Sándor Márai, Péter Nádas, Imre Kertész, Péter Esterházy, sie alle und noch ein paar mehr haben in diesen geschützten Nischen klein angefangen und sind dann erst zu Riesen herangewachsen. Dieser erstaunliche Erfolg ungarischer Literatur hat viele Türen für nachkommende Autoren geöffnet, davon profitiert heute auch der Nischen Verlag. Der aber hat es natürlich schwerer, er verlässt sich allein auf seine Kompetenz und baut Nische auf Nische; so entsteht auf abenteuerliche, riskante und unkonventionelle Weise ein beachtlich hoher Turm aus ungarischen Büchern, den es umso mehr zu feiern und zu bewundern gilt.

Doch wer weiß, vielleicht wird gerade schon gebaut und gebastelt an diesem durchschlagenden Erfolg. György Buda sitzt in Wien an der Übersetzung eines großartigen Romans von Gergely Péterfy (geb. 1966). Der ausgestopfte Barbar, so wird der deutsche Titel wohl heißen, wenn der Übersetzer sich an den ungarischen hält. Ein Buch, das es in Ungarn monatelang kaum zu kaufen gab, weil jeder Nachdruck immer wieder bereits nach wenigen Stunden vergriffen war. Der Stoff reicht tief zurück in das beginnende 19. Jahrhundert und hat dennoch eine erstaunliche Aktualität in unseren Tagen, da die neuartige Völkerwanderung fremde Kulturen ungebremst aufeinander prallen lässt. Ein Schwarzer wird für Museumszwecke ausgestopft, er war befreundet mit einem der namhaftesten ungarischen Aufklärer, mit Ferenc Kazinczy. Im Roman geht es hintergründig um die großen Fragen von Humanität und Barbarei, die viel mehr miteinander gemein haben, als wir auf Anhieb wahrhaben möchten.

Oder schafft Ferenc Barnás (geb. 1959) den großen Durchbruch? Ein Buch von ihm liegt schon vor im Nischen Verlag: Der Neunte, übersetzt von Éva Zádor. Ein spannendes Buch, inhaltlich wie erzähltechnisch. Ein neunjähriger Junge erzählt von seinem Leben in einer zwölfköpfigen Familie im Jahr 1968. Wir werden zu hautnahen Zeugen eines dramatischen Kampfes dieses Kindes, seiner Eltern und Geschwister um seinen inneren und äußeren Ort auf dieser staatskommunistisch und auch privat verkrusteten Welt. Obwohl diese traumatische Verstrickung in Armut, Enge und angstbesetzte Zuneigung auf diesen Jungen zugespitzt ist, wird die ganze Zeit mit ihren hohlen Versprechungen und verhängnisvollen Lebensstrategien lebendig. Was der Junge sagt und beobachtet, verweist auf Abgründe von Unsagbarem und lauernde Gefahren im Unsichtbaren. Offensichtlich erzählt der Autor auch viel aus seiner eigenen Lebensgeschichte, doch er universalisiert sie durch seine Figur und die Kraft seiner Sprache, die kindlich gehemmt und dennoch weitsichtig ist. Die heutige ungarische Gesellschaft leidet nicht zuletzt unter der Ausklammerung ihrer Vorgeschichte. Ferenc Barnás bewegt sich in dieser seelischen Wunde. Im nächsten Jahr wird ein weiterer Roman dieses wichtigen Erzählers ungarischer Gegenwart erscheinen: Der andere Tod.

Intelligente und angriffslustige Programmatik

Schon die ersten drei Bücher des 2011 gegründeten Verlages verdeutlichten besser als jede Absichtserklärung die intelligente und durchaus auch angriffslustige Programmatik des Unternehmens. Hier sollen nicht allein versteckte und vergessene Schätze derungarischen Literatur über die deutsche Sprache die Chance auf ein europäisches Licht erhalten, es wird vielmehr an den Fundamenten einer Erinnerungsbereitschaft und tätigen Toleranz in Zeiten wachsender Angst und Einschüchterung gearbeitet.

Ein erstes Beispiel ist das Tagebuch des dreizehnjährigen Mädchens Éva Heyman, das drei Monate seines kurzen Lebens im Frühjahr 1944 mit all seinen Hoffnungen und Ängsten im damals ungarischen Nagyvárad, dem heute rumänischen Oradea (dt. Großwardein), schildert; wenig später wird die kleine Éva nach Auschwitz verschleppt, gequält und ermordet. Nicht weniger erschütternd ist das Schicksal der Mutter Ágnes, die dieses Tagebuch ungarisch 1946/47 nicht nur herausgegeben, sondern voller Schuldgefühle wohl auch geglättet und redigiert hat, um kurz darauf wie so viele jüdische Opfer vor dem Trauma des eigenen Überlebens zu kapitulieren und im Freitod ihren Frieden zu suchen, eine frühe Schwester von Paul Celan, Peter Szondi und ungezählten anderen Juden, die ihre Rettung nicht zu verkraften vermochten. Als Herausgeberin heißt sie Ágnes Zsolt, weil Béla Zsolt ihr zweiter Mann war, auch er ein Jude aus Nagyvárad; der wiederum hat die Geschichte seines Überlebens in einem Roman poetisch verarbeitet, der 1999 im Frankfurter Verlag Neue Kritik erschienen ist, ebenfalls ein Nischenverlag im besten Sinne des Wortes. Viele Ungarn neigen noch leichtfertiger als Österreicher dazu, den Holocaust als Schuld und Verbrechen ausschließlich an die Deutschen zu delegieren, als hätte es Kollaboration, Mitwissen und schändliche Apathie im eigenen Land nie gegeben, als hätte Ungarn nicht bis zurletzten Minute im fatalen Bündnis mit Hitlerdeutschland gestanden und auf barbarische Weise funktioniert. Dieses Buch wirbelt Staub auf, in Ungarn, Österreich und Deutschland, bei allen, die es zu lesen verstehen, und dieser Wirbel ist überall gesund und notwendig, Mut zur Erinnerung ist die Voraussetzung demokratischer Sensibilität, mit der allein Freiheit stabil zu garantieren ist.

Die zweite Veröffentlichung des Verlages war ein ganz anderer Fall. Der Autor György Spiró (geb. 1946) kratzt auch mit seinem Buch Der Verruf an den Mythen und Alltagsverklärungen der Ungarn, hier geht es um die verlogene und angsterfüllte Zeit nach dem Aufstand 1956. Mit all seinen Büchern und Dramen zieht dieser Autor, der sich gern heraushalten möchte aus den lähmenden politischen Grabenkämpfen seines Landes, wilden Widerspruch und wütende Empörung auf sich. Überschüttet mit allen nationalen Preisen, ist er dennoch der ewige Störenfried. Er steht als einer der Großen seit dreißig Jahren schon am Grenzübergang der deutschen Lektoren und Verleger, immer in der ersten Reihe, aber es ist wie verflucht, er wird aus unerfindlichen Gründen nicht eingelassen in das Reich der deutschsprachigen Literatur, als stünde hier nach wie vor der Eiserne Vorhang, der keine Öffnung duldet. Mit diesem Buch nun geschieht endlich der Übergang. In der Nische wird aus dem ostmitteleuropäischen Geheimnis ein deutscher Text. Der Verlag beweist Entschlossenheit. Ein Novellenband von Spiró ist dazugekommen, vielleicht folgen später dann auch die großen Romane; die allerdings überschreiten das Volumen der bisherigen Bücher erheblich.

Das dritte Buch stammt von Lajos Parti Nagy (geb. 1953): Der wogende Balaton, eine Novellensammlung in ganz wundersamer Sprache, mit der deutsche Leser ihre Schwierigkeiten haben werden, denn die Texte sind von György Buda mit einem geradezu hörbaren Vergnügen in ein saftig-vitales Österreichisch übertragen, kunstvoll und legitim, denn auch das ungarische Original ist ein gekonntes Artefakt aus Gassensprache und hochstilisierter Literatur. Parti Nagy erlebt und hört die Welt als eine sprachliche Orgie und gibt ihr diesen Tonfall zurück. Der Autor vereinigt in sich Figuren, die normalerweise in weiter Ferne voneinander stehen und nie zusammenfinden: Von Haus aus Lyriker und spielverliebt, formuliert er in seinem Elfenbeinturm eine Sprache, die jedem Welteinfluss weit und sorgfältig entzogen scheint, zugleich aber ist gerade er derjenige, der den politischen Sittenverfall des heutigen Ungarn streng und rigoros verachtet und bannt, er schaut den Populisten wie auch dem Volk aufs Maul, daher kommen die Ergüsse seiner Sprache; immer wieder schreibt er aus diesem seltsamen Teiggemisch heraus bissig satirische Märchen, die er dann nicht nur publiziert, sondern mit seiner wunderbar tiefen, rauchigen Radiostimme in den Äther haucht, eine Mischung aus Entsetzen und Mahnung mit hintergründigem Humor, eine politische Poesie, wie sie bislang noch nicht praktiziert wurde. Gehasst von den Herrschenden, ist er die verlässliche Gegenstimme. Die hat jetzt zwei sehr verschiedene Tonlagen im Deutschen, denn 2005 wurde bereits sein Buch Meines Helden Platz bei Luchterhand in der Übersetzung von Terézia Mora herausgegeben, die im multikulturellen Berlin ganz andere Sprachregister zog, um den ungarischen Worteskapaden gerecht zu werden, eine glückliche Koexistenz, denn beide Übersetzer treffen das ungarische Original mit ihren spektakulär unterschiedlichen Sprachen.

Der Verlag ist seiner Philosophie treu geblieben. Hier erschienen und erscheinen Bücher, die nicht politisieren, die aber im Innersten sehr wohl politisch sind.

Wilhelm Droste [1]

 

Wilhelm Droste studierte in Marburg Germanistik, Geschichte und Politologie und ging 1985 als DAAD-Lektor nach Budapest. Nach der Wende übersiedelte er nach Ungarn und arbeitet als Dozent für deutsche Literatur an der Loránd-Eötvös-Universität. Er forscht zur Literatur des Fin de siècle, hat die deutschungarische Zeitschrift Három Holló/Drei Raben herausgegeben und Gedichte von Endre Ady ins Deutsche übersetzt.

Der Nischen Verlag wurde 2011 von Zsóka und Paul Lendvai in Wien gegründet. Als »Herzensangelegenheit« bezeichnet die Verlegerin das Ansinnen des Verlags, literarische Werke ungarischer Autoren auf Deutsch zu publizieren. Im Jahr 2013 wurde der Nischen Verlag mit dem Bruno-Kreisky-Sonderpreis für verlegerische Leistungen ausgezeichnet.

 

Zuerst erschienen in: Spiegelungen. Zeitschrift für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas, Heft 2 (2015), Jg. 10 (64), Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, S. 243–248.

 

[1] Einige Passagen dieses Textes wurden bereits unter dem Titel »Die nützliche Nische im Fenster. Ein neuer Verlag in Wien lanciert wenig beachtete ungarische Autoren« in der Neuen Zürcher Zeitung vom 31.1.2013 bzw. auf der Verlagshomepage (http://www.nischenverlag.at/index.php/pressestimmen/uber-den-verlag) publiziert.